Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. (BdB)

Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. (BdB) dient dem Schutz von Bankeinlagen bei Privatbanken in Deutschland. Er wurde eingerichtet, um die Anleger vor Verlusten zu schützen, die durch die Insolvenz einer Bank entstehen können. Hier ist eine Übersicht, wie dieser Einlagensicherungsfonds funktioniert:

1. Teilnehmende Banken

Alle dem Bundesverband deutscher Banken e.V. angeschlossenen privaten Banken sind verpflichtet, am Einlagensicherungsfonds teilzunehmen. Diese Mitgliedschaft ist eine Voraussetzung für die Mitgliedschaft im Verband.

2. Abgesicherte Einlagen

Der Fonds schützt insbesondere folgende Einlagen:

  • Guthaben auf Girokonten
  • Spareinlagen
  • Termingelder
  • Sichteinlagen (z.B. Tagesgeld)

Andere Arten von Bankverbindlichkeiten, wie z.B. Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften, sind in der Regel nicht abgesichert.

3. Sicherungssumme

Die Sicherungsgrenze für die Einlagen bei jeder Bank hängt vom Eigenkapital der Bank ab. Die Sicherungsgrenze beträgt:

  • Für Privatpersonen und andere Gläubiger: 15 % des Eigenkapitals der Bank bis zum 31. Dezember 2014.
  • Ab dem 1. Januar 2015: Diese Grenze wird stufenweise abgesenkt auf 8,75 % bis zum 31. Dezember 2024.

4. Finanzierung des Fonds

Der Fonds wird durch Beiträge der teilnehmenden Banken finanziert. Diese Beiträge werden auf Basis der Höhe der gesicherten Einlagen und des Risikoprofils der jeweiligen Bank berechnet.

5. Ablauf im Insolvenzfall

Im Falle der Insolvenz einer Bank:

  • Der Einlagensicherungsfonds tritt ein und entschädigt die betroffenen Kunden bis zur Höhe der Sicherungsgrenze.
  • Der Fonds prüft die Ansprüche der Kunden und zahlt in der Regel innerhalb weniger Wochen.

6. Rechtsansprüche

Die Kunden haben einen direkten Rechtsanspruch gegenüber dem Einlagensicherungsfonds auf Entschädigung bis zur Höhe der Sicherungsgrenze.

7. Zusätzliche Sicherung

Neben dem Einlagensicherungsfonds des BdB gibt es auch die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland, die durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) organisiert wird. Diese bietet eine Grundsicherung von bis zu 100.000 Euro pro Einleger und Bank. Der Einlagensicherungsfonds des BdB stellt somit eine zusätzliche Absicherung über diesen Betrag hinaus dar.

Zusammenfassung

Der Einlagensicherungsfonds des BdB ist ein wichtiger Mechanismus, um das Vertrauen der Anleger in das Bankensystem zu stärken und ihnen einen zusätzlichen Schutz über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus zu bieten. Durch die Sicherungsgrenzen und die Finanzierung über Bankbeiträge stellt der Fonds sicher, dass im Falle einer Bankeninsolvenz die Einlagen der Kunden bis zu einem gewissen Betrag geschützt sind.

Nach oben scrollen